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Junibrief 2012

Im Wandel der Zeit


Die meisten Menschen kennen mich als eine fröhliche, ausgeglichene und starke Frau. Die wenigsten vermuten, was ich für einen langen harten Weg bis dahin hatte. Wenn Wolfram und ich über Liebe und Partnerschaft in unseren Vorträgen sprechen, schauen mich oft Gesichter an, die verzweifelt und hoffnungslos aussehen. Das ich selbst so ein Gesicht hatte, kann sich kaum einer vorstellen. Aber Glück, Liebe und Ausgeglichenheit fällt einem nicht in den Schoß.


(1998)
Das Wasser drang in meinen Körper ein, Blasen stiegen auf, als ich immer tiefer vom Meer in den Abgrund gezogen wurde. Ich schloss meine Hände um meine geliebten Fingerringe nicht zu verlieren. Ich spürte wie ich durch die Kraft des Wassers fast den Meeresgrund berührte.
Ich sterbe, werde ertrinken, waren meine ersten Gedanken. Ist jetzt schon die Zeit meines Todes gekommen?
Jetzt habe ich die Möglichkeit einfach allen Ballast von mir zu lassen und einfach zu ertrinken. Ich will nicht. Viel lieber will ich ein leichteres, schöneres Leben haben. Wie geht das? Nach dem ich die Frage stellte, erschien eine Vision vor mir. Der Film meines Lebens, meine Zukunft. Ich sah auch wie schwer die vielen Entscheidungen waren, die ich für mich treffen musste. Ich sah den langen weiten und harten Weg der vor mir lag, aber ich sah auch das Ergebnis. Endlich ein glückliches, fröhliches und sensibles Leben mein Eigen zu nennen. Ja, das will ich. Ich kämpfe, waren meine Gedanken und mit einer Wucht, die ich mir selbst nie zugetraut hätte, stieß ich mich vom Meeresgrund ab und schwamm mit kraftvollen Zügen an die Oberfläche. Ich war vom Ufer weit abgetrieben. Jedoch dieser neue Lebenshunger ließ mich ans Ufer zurückschwimmen. Am Strand standen schon einige Menschen mit sorgenvollen Gesichtern und hinter mir tobte das Meer in hohen Wellen, als ob es mir die nötige Kraft für die nächsten Jahre mitgeben wollte. „Wir dachten du bist ertrunken“ hörte ich die Kinderstimmen. „So schnell geht das nicht mit mir“, antwortete ich lächelnd.

Nach diesem Ereignis begann ich mich auf der Suche zu mir zu begeben, zu der Katrin, die ich wirklich bin. Das war kein gradliniger Weg, aber ich ließ nicht locker mein Glück zu finden. Stück für Stück löste ich die Knoten in meinem Leben auf, traf auch unbequeme Entscheidungen, die mich aber weiterbrachten. Wenn ich nicht weiter wusste, suchte ich mir Hilfe. Wenn es weh tat, weinte ich, wenn es an der Zeit war, verzieh ich. Eines Nachts träumte ich von Wolfram und nächsten Morgen stand er vor mir.(nachzulesen im Buch: Für immer mit dir... Ich gehe auf Weltreise) Hier an diesem Punkt dachte ich, ich wäre am Ziel meiner Reise, doch weit gefehlt. Wolfram und ich entdeckten, dass wir für uns eine völlig neue Form der Partnerschaft kreieren mussten, um uns jeden Tag glücklich zu fühlen. Da uns das gelungen ist, feiern wir 2012 unseren 11. Jahrestag!
Und wenn jetzt einige von euch von uns das Rezept dafür haben wollen, so muss ich euch sagen, dass es kein Rezept gibt. Jede Partnerschaft hat einen eigenen persönlichen Weg zum Glück, so wie jeder Mensch individuell ist. Aber eins ist bei jeder gleich: Verletzte nicht im Spaß und nicht im Streit deinen Partner/in, denn Verletzungen machen die Liebe kaputt.
(Katrin Treydte, 2012)
Wie immer sind wir sehr interessiert an euren Gedanken zu unserem Artikel. Wenn ihr nichts dagegen habt, würden wir eure Meinungen und Gedanken anonym (wie z B. A. aus Sachsen) auf unserer Homepage unter Neuer Brief veröffentlichen. Herzlichen Dank an all die Lesern unter euch die uns ein Feedback zum letzten Brief mitgeteilt haben?


(Katrin Treydte, 2012)


Wie immer sind wir sehr interessiert an euren Gedanken zu unserem Artikel. Wenn ihr nichts dagegen habt, würden wir eure Meinungen und Gedanken anonym (wie z B. A. aus Sachsen) auf unserer Homepage unter Neuer Brief veröffentlichen. Herzlichen Dank an all die Lesern unter euch die uns ein Feedback zum letzten Brief mitgeteilt haben.

Leserfeedback:


Hallo Katrin und Wolfram,


vielen Dank für den Newsletter.
Ist Dir das wirklich passiert, Katrin?
Ich meine, die Geschichte im Meer?

Ich habe in Spanien ein Gedicht geschrieben, genau über eine Situation, wie Du sie beschrieben hast.

Viele Grüße
M. aus Bayern

Ja, das ist mir wirklich passiert. Was ich aber viel Interessanter finde dir auch:) Und du hast es im Gedicht ich in einer Geschichte aufgeschrieben.... Wir sind offensichtlich auch mit solchen Erfahrungen verbunden. Aber wer ähnliche Erkenntnisse für sein Leben braucht, macht eben auch ähnliche Erfahrungen:
LG Katrin

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Gut zu wissen nicht der einzige Meeresgrundbewohner zu sein!!!

Manchmal wünschte ich mir abzutauchen,mal wieder Luft zu holen,wieder schwimmen.....es gibt nicht das richtige oder falsche Rezept für wassersportarten.....aber wie schon richtig von euch erwähnt:nicht im Spaß und nicht im Ernst verletzen..........das werd ich mir auf die Fahne schreiben!!!
Vielen Dank für eure Unterstützung
T. aus Thüringen

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Herzliche Grüße euch allen und
wir wünschen euch einen ganz warmen Juni.
Alles Gute
Katrin und Wolfram


 
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